Ausgedruckt von http://main-kinzig-kreis.city-map.de/city/db/100901097300/st-wendelin-gelnhausen-hoechst

St. Wendelin Gelnhausen-Höchst

Das Jubiläumsjahr 2016 - 50 Jahre St. Wendelin Höchst - Am 03.04.1966 Weihe des Kirchenneubaus

Quellenangabe: city-map MKK Walter Rodumer

Quellenangabe: city-map MKK / Ursula Rodumer und RC Modellbaukeller Fuchs

Bildurheber: Ursula Rodumer

Die Pfarrkirche St. Wendelin

Nach dem Abriß der alten Kirche aus dem Jahre 1892 entstand an gleicher Stelle ein neues Gotteshaus. Das äußere Bild der Kirche vermittelt den Eindruck eines schützenden Zeltes. Dort, wo die Dachflächen von Kirche und vorgelagertem Eingangsbereich aufeinandertreffen, erhebt sich, als Alternative zum klassischen Kirchturm, ein Dachreiter der die Glocken beherbergt. Ein Bauwerk, dessen verschiedene Teile sich zu einem harmonischen Ganzen zusammenfügen.

Wendet man vom Chorraum den Blick zurück Richtung Eingang, beeindrucken die leuchtenden Fenster und der Kontrast zwischen massiver Chor- und transparenter Eingangswand wird deutlich. In der von dem Kunstmaler Kurt Lessig aus Würzburg gestalteten großen Glasfassade strahlen als Hauptakzente das Hl.-Geist- und das Tauffenster mit Taube und Fisch.
Die Materialien im Inneren der Kirche sind, ebenso wie außen, naturbelassen. Der rote Sandstein der Chorwand, das Holz der Decke, der Sichtbeton und die sägerauen Bodenplatten geben dem Raum einen herben und auch ausdrucksvollen Charakter.

Die Eingangswand wirkt auf den Entgegenkommenden wie ein großes Portal, in dem die Zugänge selbst zurücktreten. Zwei relativ niedrige Eingangszonen, der Windfang und die in dem Raum stehende, von zwei Säulen gestützte Empore, nehmen die Besucher auf. Symbolisch steht der Taufstein an der Schwelle der Kirche. Bereits nach wenigen Metern verbreitert sich der Raum und die ihn überspannende Decke steigt bis zur Chorwand aus rotem Sandstein hin an. Die Altarinsel mit Altarstein, Ambo, Sakramentsaltar und Priesterbank wurde gemäß der Konstitution über die Liturgie nach dem II. Vatikanischen Konzil von dem Bildhauer Herbert Spielmann aus Höchberg/Würzburg gestaltet.

Erwähnenswert ist der 1989 in der Kirche angebrachte Kreuzweg, ein Werk des Bildhauers Wolfgang Kleiser aus Vöhrenbach. Die Stationen aus Eichenholz sind auf das Kreuz, sowie auf Gesichter und Hände konzentriert. Dem Künstler ist ein einmaliges Werk für diesen Kirchenraum und für die Menschen unserer Tage gelungen.

Ausführung:

  • Bauleitung: Architekt Prof. Herbert Roer - Karlstadt Main,
  • Bauingenieur: Ernst Weber - Bieber,
  • Bauunternehmen: Rudolf Walter aus Höchst.



Ein im Jahre 2007 auf dem Kirchplatz aufgestellter Gedenkstein erinnert an Pfarrer Johannes Platte, dessen Initiative die Gemeinde das schöne Gotteshaus verdankt.

Daten zur Kirche

  • 20.09.1966 Grundsteinlegung
  • 03.04.1966 Weihe des Kirchenneubaus
  • 19.09.1971 Weihe der Orgel
  • 1989 Anbringung des Kreuzwegs

Am 15.9. 1964 wurde der erste Spatenstich getan, am 20.9. 1964 erfolgte die Grundsteinlegung, am 3.7.1965 das Richtfest und am 3.4.1966, dem Palmsonntag, erhielt die Kirche durch den H.H. Bischof Adolf Bolte ihre Weihe.

Quellenangabe: city-map MKK / Ursula Rodumer

Auszug aus dem "Jahrbuch 1000 Jahre Höchst" - Daten zur Baufirma

Das Jahr 1890 gilt als Gründungsdatum der Firma. Die Führung lag in Händen von Wilhelm Walter. Man beschäftigte mehrere Maurer und Arbeiter. Der Arbeitsbereich erstreckte sich bis hin zum Kahlgrund. Zu Fuß erreichten die Männer ihre Arbeitsplätze in der näheren und weiteren Umgebung. Die Saison begann im Frühjahr und endete im Spätherbst. Danach fanden die Arbeiter bis zum Beginn der neuen Bauperiode als Waldarbeiter ihr Auskommen.

Die ehemalige Schule in Höchst, an der Stelle des heutigen Kindergartens gelegen, wurde gemeinsam mit der Firma Karl Odenwald in den Jahren 1909/1910 errichtet. Nach Rückkehr der Gefangenschaft 1919 leitete Sohn Benedikt den väterlichen Betrieb, erwarb 1925 den Meistertitel und übernahm 1930 die Unternehmensführung. Benedikt Walter wurde 1939 bei Kriegsausbruch erneut eingezogen und schloss den Betrieb. 1943 zurückgekehrt, wurde sein Unternehmen zu verschiedenen Arbeiten dienstverpflichtet. Die Söhne Gerhard – der den Betrieb übernehmen sollte – und Raimund galten als vermisst. Der 3. Sohn Rudolf erlernte daher das Maurerhandwerk und legte 1953 die Meisterprüfung ab. Raimund kehrte zwischenzeitlich aus Frankreich zurück. Rudolf Walter leitet seit 1957 den väterlichen Betrieb mit, aus dem Benedikt im Jahre 1962 ausschied. Umfassende Investitionen und Rationalisierungen schufen ein leistungsfähiges Unternehmen, dessen Baukapazität bis zum 10geschossigen Wohnhaus reichte. Einen wesentlichen Anteil am Unternehmenserfolg gebührt den Brüdern Raimund und Ludwig, die als Kolonnenführer in der Firma mit tätig waren.



Gedenkgottesdienst am 17. Sepember 2015


Zum Dank und Gedenken an die verstorbenen Mitarbeiter die vor 50 Jahren an der fast fertigen Kirche St. Wendelin gearbeitet haben.

Alfred Böhm - Gustav Böhm - Richard Hummel - Willi Östreich - Norbert Volk - Hermann Waitz - Anton Walter - Benedikt Walter und Raimund Walter.

ORGELKONZERT - am 22. April um 19.00 Uhr zur Einstimmung auf das Jubiläumsjahr mit Siegfried Hummel

FEIERLICHER FESTGOTTESDIENST - zum "50 jährigen Jubiläum St. Wendelin" am 24. April 2016 um 10.00 Uhr - mit Bischof Heinz Josef Algermissen.

DANKANDACHT um 15.00 Uhr zum Abschluß des Festtages



1. Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
aus ewigen Stein erbauet
von Gottes Meisterhand.
Gott wir loben dich,
Gott wir preisen dich,
Oh lass im Hause dein
uns all geborgen sein.

6. Und tobet um die Mauern
der Sturm in wilder Wut,
die Kirche wird`s überdauern
auf festem Fels sie steht.
Gott wir loben dich,
Gott wir preisen dich,
Oh lass im Hause dein
uns all geborgen sein.

Strophe 1 Joseph Mohr 1876
Strophe 6 Rudolf Walter 2015

Karten & Stadtpläne
In der Region Suchen